Der Industriestil – Längst eingerostet? Absolut nicht!

Am gepostet durch Denise Schwarz in Trends

Sind wir doch mal ehrlich - beim Wort „Industriestil“ denken die meisten von uns an düstere Farben, raue Möbel und eine eher kühle Atmosphäre. Doch der Schein trügt, denn der Wohnstil kann sehr gemütlich wirken und verleiht ihrem Zuhause einen individuellen Charakter. Kombinieren Sie die verschiedenen Elemente und Möbel in den richtigen Farben mit passendem Dekor und Leuchten, schaffen Sie eine supertrendige und warme Wohnatmosphäre mit Fokus auf Funktionalität!

Woher kommt der Industriestil und wie lange gibt es ihn schon?

Ursprünglich entstand der Industriestil während der Entdeckung alter Fabrikanlagen als Wohnraum. Während sich dieser fast schon maskuline Trend schon seit den 1940er Jahren in England und den USA verbreitete, gelangte er erst in den 1980er und den 1990er Jahren nach Deutschland. Anfangs wurden alte industrielle Anlagen in Ateliers für Künstler und später dann zu stylischen Atelierwohnungen oder Lofts ausgebaut.

Welche Materialien spielen eine wichtige Rolle?

Als das Eisen im 18. Jahrhundert zum Hauptmaterial wurde, entstand dadurch viel mehr Industrie. Da man sich damals auf Funktionalität fokussierte, findet man im Rahmen dieses Stils keinen Schnick-Schnack, sondern vielmehr rohe, abgenutzte Materialien und grobes Design. Beim Industrial Look herrscht vor allem eines vor: Unvollkommenheit! Um eben diese Atmosphäre zu kreieren,  werden vor allem Böden aus Beton, blanke Ziegelwände und freiliegende Rohre verwendet. Auch die Verwendung von massivem Holz und Stahl kreiert einen etwas derben und maskulinen Look. Sowohl rostiges Metall als auch abblätternder Lack betonen diese Wirkung. Elemente aus Glas finden sich ebenfalls häufig in Räumlichkeiten des Industriestils wieder. Ein weiteres Stilmittel ist Patina, eine durch natürliche oder künstliche Alterung entstandene Oberfläche, mit der man den Wänden eine Art Used-Look verleihen kann. Witterungsspuren zählen hierbei zum erwünschten Effekt.

Quelle: Pinterest

Welche Möbel passen ins Konzept?

Um den noch unfertig wirkenden Räumlichkeiten etwas mehr Wärme zu verleihen, sollten Sie auf verschiedene Möbelkombinationen setzen. Man kann bei diesem Trend problemlos verschiedene Materialien wie zum Beispiel Holz und Stahl kombinieren. Das Holz schafft Wärme während Stahl eher die maskuline Wirkung der Einrichtung betont. So können Sie zum Beispiel im Wohn-/Esszimmer relativ dunkle und schlichte Stühle mit einem etwas helleren, massiven Holztisch kombinieren, welcher für mehr Wärme im Raum sorgt. Auch Regale aus einer Kombination von Metall und Holz passen hervorragend zum Industriestil. Sofas aus Leder in warmen Brauntönen harmonieren mit dem restlichen Interieur und schaffen eine ganz spezielle Art der Gemütlichkeit. Mit der Verwendung von eher helleren Farben bringen Sie etwas mehr Licht in die Wohnung. Zudem erhalten Möbel in diesem Stil eine edlere Optik. In der Küche können Sie mit Hilfe mehrerer drahtig wirkender Hocker und einer massiven Küchentheke eine tolle Industrieküche zaubern. Ein weiterer Trick im Sinne dieses Trends ist die offene, weitläufige und eher luftig gehaltene Raumgestaltung. Nicht die Masse an Elementen sondern eher die bunte Mischung an Materialien und die herbe Eleganz der einzelnen Stücke ist hierbei von großer Bedeutung. Man sollte sich eher an das Motto „weniger ist mehr“ halten – so kommen die Räumlichkeiten an sich viel deutlicher zur Geltung.

Quelle: Pinterest

Welche Farben stehen im Vordergrund?

Die vorrangigen Farben im Industrial Style sind gedeckte und erdige Töne, die sich bei den Möbeln und in den Wandgestaltungen widerspiegeln. Mit Brauntönen, rostigen Rottönen, Betonfarben in Grau und gedämpftem Orange liegen Sie auf alle Fälle im Trend. Die Kombination von Pastelltönen ist aber durchaus erlaubt, was dem Ambiente angenehme Frische verleiht. Entscheiden Sie sich für hellere Farben, so verleihen Sie dem Raum eine feinere und fast schon weibliche Note.

Industrial Deko

Äußerst begehrte sind dekorative Zeitzeugen, wie Metallregale, Spinde, alte Ziffernblätter, Hocker mit rostigen Stuhlbeinen und Aktenschränke. Weitere tolle Accessoires sind Garderoben aus alten Wasserrohren, Vintage Lederkoffer, trendige Vasen und Metallkörbe. Spiegel mit klobigem Holzrahmen oder mit filigraner Metallfassung harmonieren ebenfalls mit dem industriellen Stil. Auch Pflanzen passen gut in eine solche Umgebung. Sie hauchen dem ansonsten doch etwas dunkel wirkenden Interieur etwas mehr Leben und Farbe ein. Das Grün unterstreicht den einzigartigen Charme des Industriestils und sorgt für Frische zwischen den doch etwas älter wirkenden Materialien. Bilder können Ihrer Wohnung ebenfalls etwas Pepp verleihen. Sie sollen hier auf eher minimalistische Gemälde und dunkle bzw. warme Farben setzen. Auch alte Schallplatten werden häufig zu Dekorationszwecken genutzt und verleihen dem Raum eine tolle Vintage Ausstrahlung.

Quelle: Pinterest

Warm it up!

Das fast schon wichtigste Element beim Industrial Style sind Lampen. Diese hauchen dem sonst recht kühlen und dunklen Look Leben ein und verleihen dem Raum etwas mehr Wärme und Freundlichkeit. Man kann verschiedene Arten von Leuchten verwenden, um die industrielle Wirkung noch zu unterstreichen. Sie sollten allerdings auf jeden Fall darauf achten, dass Sie warmes Licht verwenden. In der ansonsten rustikalen und kühl wirkenden Umgebung kreieren Sie so eine gewisse Gemütlichkeit. Generell kann man mit Industrieleuchten auch eine eher schlichtere Einrichtung, mit sehr wenig Aufwand aufpeppen, da sich dieser individuelle Touch leicht in jeden Ihrer Räume integrieren lässt. Industrielampen zeichnen sich vor allem durch ihr praktisches Design und ihre häufig nackten Leuchtmittel aus. Das Sortiment reicht von etwas sperrig wirkenden Stehlampen, welche teilweise an Retro-Scheinwerfer erinnern, bis hin zu recht karg wirkenden Pendelleuchten mit Schrauben oder anderen industriellen Details. Pendelleuchten sind im Industriestil sehr beliebt: Sie sind vielseitig platzierbar und betonen den Fabrikflair. Man kann sie sowohl einzeln als auch in Kombination mit mehreren Leuchten in verschiedenen Höhen lose von der Decke pendeln lassen. Wollen Sie extra kreativ sein und die Leuchten etwas verspielter aufhängen? Wickeln Sie die Kabel einfach um Rohre, Stangen und Holzbalken und hängen Sie diese an der Decke auf. Ein echter Hingucker!          

Quelle: Pinterest

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann teilen Sie Ihn doch gerne mit Ihren Freunden! Haben Sie Fragen zu einem unserer Produkte oder benötigen Sie Hilfe bei Einrichtungsfragen? Dann fühlen Sie sich frei, mit uns Kontakt aufzunehmen. 

Nach oben