Einen Lichtplan erstellen – wie gehe ich vor?

On posted by Jasmina Vaisanen in Anleitungen und Tipps

Der wichtigste Teil der Inneneinrichtung steht leider oftmals an letzter Stelle: die Beleuchtung. Um den richtigen Standort, die Größe und Stärke einer Lampe bestimmen zu können, erstellen Sie einen Beleuchtungsplan. Je nach Art der Beleuchtung und wofür Sie diese verwenden werden, wählen Sie die Lampen aus, die in Ihre Einrichtung passen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie das Schritt für Schritt durchführen.

Schritt 1: Grundriss erstellen

Die Chancen sind groß, dass Sie für die Dekoration Ihres Hauses, einen Grundriss verwendet haben. Äußerst praktisch wenn Sie zusätzlich einen Lichtplan erstellen wollen. Noch keinen Grundriss vorliegen? Dann melden Sie sich gratis bei floorplanner.com und erstellen Sie ganz einfach und schnell eine Karte Ihrer Einrichtung. Sobald Sie die Funktion der Beleuchtung für jeden Raum bestimmt haben, können Sie die Leuchten in den Plan hinzufügen. Über die Funktion der Beleuchtung, erfahren Sie mehr in Schritt 2.

Bild Beispiel für einen 3D-Grundriss, der mit floorplanner.com erstellt wurde.

Schritt 2: Funktion bestimmen

Auf der Grundlage der Funktionen, die eine Lampe aufweist, kann Beleuchtung in fünf Arten unterteilt werden. Bestimmen Sie für jeden Raum und vielleicht sogar für Teile davon, welche Funktion Ihre Beleuchtung haben wird. Wollen Sie kochen, lesen oder arbeiten? Dann brauchen Sie wahrscheinlich eine helle, funktionale Lampe. Wollen Sie sich auf das Bild an der Wand konzentrieren? Dann bietet sich ausgerichtetes Licht durch einen Spot an. Es gibt folgende Beleuchtungsarten:

#1 Basisbeleuchtung

Dies ist die allgemeine Beleuchtung im Haus, die eine gleichmäßige Lichtverteilung gewährleistet, auch wenn es draußen dunkel ist. Somit finden Sie immer heim. Vergleichen Sie dies mit einer Situation im Theater: das Basislicht, sorgt dafür, dass Sie leicht den Weg zu Ihrem Sitz finden, bevor die Show beginnt. Würden Sie sich allerdings nur für Basisbeleuchtung entscheiden, dann würde alles die gleiche Intensität aufweisen. So kommt kein Kontrast auf und es entsteht keine Atmosphäre.

#2 Stimmungsbeleuchtung

Wie der Name schon vermuten lässt, sorgt diese Beleuchtungsart für eine gemütliche Atmosphäre im Haus. Atmosphäre erfolgt nur, wenn Sie bestimmte Dinge beleuchten und einen Kontrast schaffen. Wenn Sie verstärkt Kontrast in Ihrem Haus haben, dann führt dies zu erhöhter Spannung. Vergleichen Sie dies mit einem dunklen Tunnel am Ende, der Licht aufweist. Die dunklen Tunnel führen wegen dem großen Hell-und Dunkelkontrast zu Unbehagen, sodass Sie sich nicht wohl damit fühlen.

Bild Links: Basisbeleuchtung; rechts: Stimmungsbeleuchtung

#3 Funktionale Beleuchtung

Diese Lampen haben eine spezifische Funktion und geben oft helles Licht ab. Dadurch können Sie sehen, was Sie tun. Eine Leselampe fällt auch darunter. Funktionale Beleuchtung kann auch häufig als ausgerichtetes Licht verwendet werden.

#4 Ausgerichtete Beleuchtung

Diese Lampen beleuchten einen bestimmten Raum oder ein Möbelstück in Ihrem Haus. Spots stellen gute Beispiele dar. Doch entscheiden Sie sich nicht ausschließlich für ausgerichtetes Licht, da Sie sonst einen Tunneleffekt erhalten.

Bild Links: Funktionale Beleuchtung; rechts: ausgerichtete Beleuchtung

#5 Dekorative Beleuchtung

Dieses Licht eignet sich lediglich zu dekorativen Zwecke.

Schritt 3: Lichtplan aufstellen

#1 Wählen Sie einen Beleuchtungstyp aus

Verdeutlichen Sie in Ihrem Plan, welche Art von Beleuchtung Sie in den verschiedenen Räumen benötigen. Ein Wohnzimmer zum Beispiel, benötigt eine Basisbeleuchtung. Diese suchen Sie zuerst auf, wenn Sie nach Hause kommen. Pendelleuchten und Deckenlampen sind hierfür am besten geeignet. Darüber hinaus kann die Stimmungsbeleuchtung den Teil des Wohnzimmers erwärmen, wo Sie fernsehen. Mit einer Stehlampe, Wandlampe und Tischleuchten erstellen sie eine gemütliche Sitzecke. 

#2 Farbverwendung

Da dunkle Farben mehr Licht absorbieren, benötigt ein Raum mit dunklen Möbeln mehr Beleuchtung. Helle Farben reflektieren das Licht richtig, wodurch Sie weniger Beleuchtung benötigen.

#3 Gleichmäßige Beleuchtung

Stellen Sie außerdem sicher, dass eine ausreichende Variation an Deckenleuchten, Stehleuchten und Wandleuchten vorliegt. Somit wird der Raum gleichmäßig beleuchtet.

#4 Markieren Sie die Beleuchtung

Auch die kleineren Lampen und die Anschlüssepunkte kommen auf die Karte. Geben Sie jeder Beleuchtungssorte eine eigene Farbe, sodass Sie gut überschauen können, wie viel Umgebungslicht, wieviel an Stimmungsbeleuchtung und funktionaler Beleuchtung Sie verwenden möchten.

#5 Abschließend

Vergessen Sie eventuelle Flecken in Ihrem Kleiderschrank und Bücherregal nicht! Strahler und Leuchtstreifen an der Innenseite sorgen dafür, dass man alles sieht, was Sie dem Schrank entnehmen.

Bild Beispiel verschiedener Lichtquellen in unterschiedlichen Farben

Ready, set, go!

Sie haben nun einen eigenen Lichtplan aufgestellt. Finden Sie es schwierig eine bestimmte Lampe auszuwählen? Dann empfehlen wir Ihnen den Artikel Verschiedene Leuchtmittel: alle Vor- und Nachteile, der Ihnen bei der Auswahl der richtigen Lichtquelle hilft.

Haben Sie nach dem Lesen des Artikels weitere Fragen? Dann fühlen Sie sich frei den Kundenservice zu kontaktieren: info@flinders.de oder telefonisch unter: 0392 92678257 (jeden Tag von 09.00 – 17.30 Uhr). Oder schauen Sie im Flinders Store vorbei!